Fender 1978 Fretless pimp

Ein Fender Precision Bass von 1978! Allerdings schwer bearbeitet. Ein Spassvogel hat die Bünde enfernt, einen zusätzlichen J-Pickup eingebaut, und auf der Rückseite ein grosses E-Fach ausgefräst. Und das vor langer Zeit.


Ein solch große Operation würde man heut gar nicht mehr machen. Denn im Originalzustand ist ein 1978er Fender heute was wert unter Sammlern. Aber dieser nicht, der ist verbastelt, läuft unter „Player“ und will gespielt werden. Mit der PJ Kombination ist er natürlich klanglich flexibler.

Die letzten 30 Jahre hat dieser Bass im Gigbag geduldig auf dem Dachboden gewartet, bis der Besitzer sich seiner erbarmte und ihn mir zur Restaurierung gebracht hat.


Da eine esh-Elektronik einbaut ist, nehme ich mal an, dass der Umbau in den Achzigern in der esh-Werkstatt gemacht wurde. Diese esh-Tronic macht aber keinen Mucks mehr. Kein Wunder! 30 Jahre Dachboden, das haut die stärkste Elektronik um. Setzt man da einen Fachmann dran, der alles durchcheckt, um die Elektronik eventuell wieder gangbar zu machen, kann es schnell mehr kosten, als gleich was Neues einzubauen. Also raus damit! Die Bartolini PJ Pickups haben den Zahn der Zeit gut überstanden. Die klingen gut und bleiben drin.

Die Wahl fällt hier auf eine passive Richter Vol-Vol-Tone Regelung. Die ist lötfrei einzubauen und funktioniert prima. Ein Fretless braucht nicht unbedingt eine Aktive. Die muss nur einen schönen runden Sound auf dem hinteren Tonabnehmer bringen.

Ich empfehle einen Satz Pyramid Fusion Flats. Denn das lackierte Ahorngriffbrett würde bei Roundwound Saiten schon schnell Riefen bekommen. Es gibt auch noch die Option, da wieder Bünde draufzumachen. Aber mein Kunde will ihn erstmal als Fretless probieren.

 
 
 
 
 
 
 
 

Fertig! Der hat schon was. Ein klassischer Siebzigerjahre Fender Rockbass! Sieht gut aus und klingt super. Dazu hier unten das Audiofile anklicken!


Bert Gerecht